Bonus Tracks
Wenn vom lieben Nachwuchs kein Fettnapf und auch keine Gelegenheit zur Selbst- oder Fremdgefährdung ausgelassen wird.
Wenn um jedes auch noch so vertrottelte Klumpert ein Ohren und Nerven zerfetzender Krieg vom Zaun gebrochen wird.
Wenn sogar die ansonsten heiß geliebten Spazierfahrten in Bus und Schnellbahn die Laune nicht heben.
Dann tun wir uns leid.
Aber dann.
Aber dann passiert Folgendes: Während Mütter mit quengelnden oder tobenden Kindern im öffentlichen Raum bestenfalls auf Ignoranz und schlimmstenfalls auf lautstarke Zurechtweisungen („Können´s nicht dafür sorgen, dass die nicht so sind!“) zählen können – sind wir Papas in solchen Situationen vergleichsweise fein raus.
Nicht zu früh freuen, die Kinder sind deshalb nicht besser aufgelegt, nur weil sie in starker männlicher Begleitung einen Ausflug machen können. Aber die anderen Leute auf der Straße – kein Vergleich, sag ich Ihnen!
Ich habe dafür eine einfache Erklärung: Wir kennen das auf Ämtern, in Warteschlangen, beim Automechaniker, fast egal wo. Während „der Mann“, sofern er sich halbwegs benimmt, in der Warteschlange verdunsten kann und beim Mechaniker für sein technisches Unwissen verachtet wird, reicht „der Frau“ im Normalfall das gleiche Maß an Höflichkeit, um fast immer zu kriegen, was sie will. Der politisch inkorrekte Fachausdruck dafür lautet „Girlie Bonus“, hat was mit plumpen Machoreflexen zu tun („hilfloses Weibchen“), ist natürlich ein böses, böses Symptom der himmelschreienden Ungerechtigkeit dieser in Genderfragen ganz fürchterlichen Welt, es funktioniert aber meistens tadellos.
Das Geheimnis ist - der Girlie Bonus ist umkehrbar.
Und zwar in dem Moment, in dem man(n) sich mit Kindern auf die Straße traut. Selbst die 85jährige, nicht mehr ganz rüstige Dame fühlt sich in Kinderangelegenheiten jedem auch noch so routinierten und kraftstrotzenden Mann haushoch überlegen. Hat was mit plumpen Gluckenreflexen zu tun („patschertes Männchen, arme Junge“), ist natürlich auch ein ganz böses Symptom der in Genderfragen etc., etc... – es funktioniert aber auch meistens voll super.
Zum Beispiel: Ich besteige mit den Raunzbolden Albert und Theo einen vollen Bus und teile die Menge wie weiland Moses das Meer. Meiner Bitte „Ich brauch zwei Sitze beim Fenster“ wird anstandslos Folge geleistet, während der Fahrt ist für Unterhaltung (meine und die der Buben) gesorgt, beim Aussteigen hält mir eine Frau die Bustür offen und eine andere versucht, mir Albert, der genau jetzt stehen bleiben und eine mikroskopische Verfärbung am Boden des Busses mustern muss, nachzutragen. Ein anerkennendes Lächeln zum Schluss. In ihren Augen bin ich der Held. Einer, der die Last auf sich genommen hat. Ein kleiner Hinweis auf das Gute in der Welt.
Ja, ja, ja, ich weiß – es wäre ein noch besserer Hinweis auf das wirklich Gute in der Welt, wenn es total normal und eh klar wäre, wenn sich Papas im Alltag um ihre Kinder kümmern. Tun sie oft nicht, wissen wir. Aber solche Gedanken sind mir jedes Mal, wenn mir irgendwelche Mamis (ob nun hilfsbereit, belustigt, mitleidig oder reflexhaft) zu Hilfe kommen, restlos egal. Es tut gut, es hilft und es ist nicht peinlich, ehrlich nicht.
Fazit: Pfeifen Sie in solchen Situationen ruhig auf den viel beschworenen „Mutterinstinkt“. Der ist über weite Strecken ein Mythos und eine grandiose Ausrede der anderen Väter, sich lieber nicht mit ihren Kindern zu beschäftigen.
Sie nämlich wissen jetzt: Papa kann das besser. Wirklich.
Wenns darum geht, auf der Straße, in Öffis, in Geschäften etc. weiterzukommen, sind Sie als Mann auf der Gewinnerseite. Wird auch Ihre Frau oder Freundin rasch einsehen, jede Wette. Schließlich profitiert sie davon. Und die Zwillinge auch. Denen machts nämlich genauso wie Ihnen Spaß, wenn was weitergeht.
Wenn um jedes auch noch so vertrottelte Klumpert ein Ohren und Nerven zerfetzender Krieg vom Zaun gebrochen wird.
Wenn sogar die ansonsten heiß geliebten Spazierfahrten in Bus und Schnellbahn die Laune nicht heben.
Dann tun wir uns leid.
Aber dann.
Aber dann passiert Folgendes: Während Mütter mit quengelnden oder tobenden Kindern im öffentlichen Raum bestenfalls auf Ignoranz und schlimmstenfalls auf lautstarke Zurechtweisungen („Können´s nicht dafür sorgen, dass die nicht so sind!“) zählen können – sind wir Papas in solchen Situationen vergleichsweise fein raus.
Nicht zu früh freuen, die Kinder sind deshalb nicht besser aufgelegt, nur weil sie in starker männlicher Begleitung einen Ausflug machen können. Aber die anderen Leute auf der Straße – kein Vergleich, sag ich Ihnen!
Ich habe dafür eine einfache Erklärung: Wir kennen das auf Ämtern, in Warteschlangen, beim Automechaniker, fast egal wo. Während „der Mann“, sofern er sich halbwegs benimmt, in der Warteschlange verdunsten kann und beim Mechaniker für sein technisches Unwissen verachtet wird, reicht „der Frau“ im Normalfall das gleiche Maß an Höflichkeit, um fast immer zu kriegen, was sie will. Der politisch inkorrekte Fachausdruck dafür lautet „Girlie Bonus“, hat was mit plumpen Machoreflexen zu tun („hilfloses Weibchen“), ist natürlich ein böses, böses Symptom der himmelschreienden Ungerechtigkeit dieser in Genderfragen ganz fürchterlichen Welt, es funktioniert aber meistens tadellos.
Das Geheimnis ist - der Girlie Bonus ist umkehrbar.
Und zwar in dem Moment, in dem man(n) sich mit Kindern auf die Straße traut. Selbst die 85jährige, nicht mehr ganz rüstige Dame fühlt sich in Kinderangelegenheiten jedem auch noch so routinierten und kraftstrotzenden Mann haushoch überlegen. Hat was mit plumpen Gluckenreflexen zu tun („patschertes Männchen, arme Junge“), ist natürlich auch ein ganz böses Symptom der in Genderfragen etc., etc... – es funktioniert aber auch meistens voll super.
Zum Beispiel: Ich besteige mit den Raunzbolden Albert und Theo einen vollen Bus und teile die Menge wie weiland Moses das Meer. Meiner Bitte „Ich brauch zwei Sitze beim Fenster“ wird anstandslos Folge geleistet, während der Fahrt ist für Unterhaltung (meine und die der Buben) gesorgt, beim Aussteigen hält mir eine Frau die Bustür offen und eine andere versucht, mir Albert, der genau jetzt stehen bleiben und eine mikroskopische Verfärbung am Boden des Busses mustern muss, nachzutragen. Ein anerkennendes Lächeln zum Schluss. In ihren Augen bin ich der Held. Einer, der die Last auf sich genommen hat. Ein kleiner Hinweis auf das Gute in der Welt.
Ja, ja, ja, ich weiß – es wäre ein noch besserer Hinweis auf das wirklich Gute in der Welt, wenn es total normal und eh klar wäre, wenn sich Papas im Alltag um ihre Kinder kümmern. Tun sie oft nicht, wissen wir. Aber solche Gedanken sind mir jedes Mal, wenn mir irgendwelche Mamis (ob nun hilfsbereit, belustigt, mitleidig oder reflexhaft) zu Hilfe kommen, restlos egal. Es tut gut, es hilft und es ist nicht peinlich, ehrlich nicht.
Fazit: Pfeifen Sie in solchen Situationen ruhig auf den viel beschworenen „Mutterinstinkt“. Der ist über weite Strecken ein Mythos und eine grandiose Ausrede der anderen Väter, sich lieber nicht mit ihren Kindern zu beschäftigen.
Sie nämlich wissen jetzt: Papa kann das besser. Wirklich.
Wenns darum geht, auf der Straße, in Öffis, in Geschäften etc. weiterzukommen, sind Sie als Mann auf der Gewinnerseite. Wird auch Ihre Frau oder Freundin rasch einsehen, jede Wette. Schließlich profitiert sie davon. Und die Zwillinge auch. Denen machts nämlich genauso wie Ihnen Spaß, wenn was weitergeht.
boenald - 19. Feb, 11:38